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Wie Alles begann – Teil 2

Da saßen wir am 2. Januar 2015 in Münster in einem Café in Münster mit zwei Gläschen Rotwein, die Bar war überfüllt, wie sollte es anders sein am 2. Januar und das Wetter vor dem dunklen Fenster war ganz grauslig kalt und nass, wie es üblich ist an einem 2. Januar in Münster. Da saßen wir und griffen meine kleine Idee wieder auf.

Und was nimmt man wenn man keinen Block dabei hat? Natürlich die Serviette vom Weinglas. Wir feilten an der Idee und notierten alles fleißig auf unserer Serviette:

Kissen nähen

Stickmaschine aussuchen

Prototyp erstellen

Name finden

usw.

Das schien alles ganz einfach.

Und dann ging es los. Wo kauft man denn eine Industriestickmaschine? Nach langer Suche war das passende Geschäft in Regensburg gefunden. Etwas erschlagen von den hohen Preisen der Maschinen war schnell klar, dass wir einen Kredit brauchten. Denn zur Maschine kamen ja noch Stoffe, Labels, und lauter Dinge die uns an diesem ersten Abend in der Bar nicht einfielen.Wie Alles begann - Teil 2

Den Januar verbrachten wir Tag und Nacht mit der Ausarbeitung der Idee und des Schreibens eines Business Plans. Besuche bei der Handwerkskammer und bei der Bank standen an, da wollten wir vorbereitet sein. Mit weichen Knien ging es zur Bank, noch nie hatten wir für ein Projekt Geld aufgenommen. Doch zum Glück war die örtliche Sparkasse von unserer Idee begeistert und gab das grüne Licht für die Stickmaschine. Auf ging es nach Regensburg mit dem großen Auto um die „Dicke Bertha“ (wie wir sie späten taufen sollten) abzuholen. Nach einer sechs stündigen Einführung sollten wir bereit sein zum Sticken. Das sticken nicht gleich sticken war und es noch mehr zu beachten gab als Stickrichtung, Füllstich, Plattstich und die Garnfarbe lernten wir schmerzhaft in den nächsten Wochen in denen wir die ersten Kissen produzierten.

Wie Alles begann - Teil 2

Im Esszimmer von Conrads Eltern saßen wir zu dritt (wir beide und Barbara, Conrads Mutter), mit einem Stück Stoff, vier Reißverschlüssen und relativ wenig Ahnung. Wie wird daraus ein schönes Kissen? Muss der Reißverschluss nahtverdeckt sein (bis dahin war mir noch nie aufgefallen, dass es überhaupt sichtbare und unsichtbare Reißverschlüsse gab). Nach zwei Stunden war das erste Kissen zugenäht. Die Wangen rot, die Augen glänzten betrachteten wir den ersten Bezug, der natürlich noch auf links war: „Los zieh in auf rechts!“ „Na wie denn,“ sah ich frustriert an dem Bezug herunter, „Der Reißverschluss ist zu.“ Also alle Nähte wieder auf und das ganze noch einmal von vorn. Ja jeder Anfang ist schwer und eins wussten wir an diesem Abend: Wir würden uns wohl immer an diesem Nachmittag erinnern an dem wir die ersten Bezüge genäht hatten.

Immerhin ist der Nachmittag zu unserem ersten Instagram-Post geworden. Wenn ihr mir nicht glaubt schaut selbst 😉Wie Alles begann - Teil 2

 

Neben dem Sticken gab es eine Webseite zu entwickeln, das war meine Aufgabe. Conrad übernahm direkt die Aufgabe der Produktionsplanung. So waren unsere Fähigkeiten zwischen Kreativ-Nerd und Struktur-Nerd schnell zur Zufriedenheit von allen beteiligten aufgeteilt. Doch trotz all meiner html, css und WordPress- Kenntnissen war da ein großer grauer Fleck in der Programmierung: das Tool um das Monogramm auf dem Produkt zu gestalten: der Monogram-Maker.

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Wir kontaktierten verschiedene Agenturen. Die meisten kamen mit Angeboten wieder die noch einmal doppelt so hoch waren wie die Anschaffung der Maschine. Na da würde sich die Sparkasse bedanken: „Entschuldigen Sie, wir bräuchten noch einmal den doppelten Betrag, wir haben da was vergessen.“ Nein das war keine Option. Und so fragte ich Angebote über Angebote an. Bis ich die Grey Parrots anschrieb. Sie antworteten mit einem Tool, dass sie für einen Cappy-Hersteller bereits programmiert hatten. Dort konnte man sich sein Cappy selbst gestalten. Da sie „im Prinzip“ die Technik schon einmal programmiert hatten machten sie uns ein unschlagbares Angebot, das vor allem noch in das restliche Geld vom Kredit passte, und schon waren wir im Geschäft. Wir hatten endlich jemanden gefunden, der das letzte Puzzle-Stück zu unserer Webseite programmieren würde!

Die Euphorie war groß!

Viele andere Punkte, wie beispielsweise den Versand gingen wir wesentlich blauäugiger an. Zum Glück, sonst hätten wir uns vorab schon viel zu viel Sorgen gemacht. Zwei verschiedene Versandkartons für zwei verschiedene Kissen sollten reichen und dann würde einer von uns eben einmal am Tag zu DPD laufen und alles verschicken.

Der Plan schien uns genial und lückenlos und so konnte es nach zwei Tage Fotoshooting und unserem neuen Monogram-Maker endlich losgehen. Am 8.5.2015 (am Geburtstag von Barbara) gingen wir online mit Mein Monogramm und … es passierte relativ wenig.

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Die Erfolgsgeschichten anderer Start-ups fangen immer damit an, dass sie online gingen und dann direkt 1000 Bestellungen über Nacht kamen. Nicht so bei uns.

Vereinzelt kamen die ersten Kissenbestellungen über den Shop. Zeitgleich entstanden die ersten b2b Kooperationen und somit unser zweites Produkt: ein Ringkissen. Wir platzierten das Ringkissen unter anderem auf Dawanda und auf einmal kamen die Kunden. Vielleicht waren unsere Kissen doch nicht für Jedermann geeignet? Das wollten wir rausfinden und entschieden uns innerhalb der ersten Wochen den Plan über Board zu werfen nur Kissen anzubieten und die Produktpalette zu erweitern: Täschchen, Tischware, Taschen, Decken und Handtücher wurden unsere „kleine“ Erweiterung.

Die Erweiterungen waren genau was gefehlt hatte und so sind wir bis heute immer auf der Suche nach neuen Produkten, neuen Verfahren und Möglichkeiten Produkte mit Monogrammen zu veredeln.

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So fing eigentlich alles an, die ersten sechs Monate von Mein Monogramm. Zwischen Euphorie und Wahnsinn, vielen Hürden, Rückschlägen und Problemen und den kleinen und großen Glücksmomenten, die wohl jeder Gründer so mit macht.

By |Juni 14th, 2017|